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Diego - Two

Da der Sommer (Bitte, an dieser Stelle nicht aus dem Fenster sehen ... einfach vorstellen!) immer etwas sparsam mit Neuveröffentlichungen ist, bleibt genügend Zeit sich um die liegengebliebenen Platten zu kümmern. So geschehen bei Diego. Irgendwann mal gekauft, aber dann aus welchen Gründen auch immer in Vergessenheit geraten. Bis vor einer Woche. Seitdem läuft ihr zweiten Album namens "Two" bei mir auf Dauerrotation.


Die Musik von Diego erinnert unweigerlich an Interpol, Editors und deren Vorbild Joy Division. Aber das muss nichts schlechtes sein oder um es mit den Worten der Plattenfirma zu sagen ...
Klar, man braucht nicht lange um den heissen Brei zu reden, die Parallelen zu den genannten Bands sind unbestreitbar da. Der deutliche Zitatwillen geht bei DIEGO allerdings einher mit einem grossartigen Gespür für Memorable Melodien und griffiges Songwriting. Zudem verströmen die 11 Tracks weitaus weniger finstere Melancholie als die Referenzbands. Songs wie "Dance" oder "Fan City" sind von einem schwelgerischen Aufbegehren und einer deutlich zutage tretenden Lebenslust gekennzeichnet.
Na, das kann man doch so stehen lassen! Eine kleine Ergänzung hätte ich dann noch ... Album Nummer drei ist nämlich bereits fertig und wird ab den 24.09.2010 unter dem Namen "Gold" in jedem gut sortierten Plattenladen zu finden sein. Abschließend noch ein wenig Musik und zwar in Form von "Red Lights", der allerdings vom Debütalbum der Karlsruher stammt.


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The National - High Violet

Wir gehen jetzt mal drei Jahre zurück in der Zeit ... damals veröffentlichten The National gerade ihr viertes Album namens "Boxer" und ich weiß noch ziemlich genau wie ich mir damals den Stream auf 3voor12.vpro.nl angehört habe. Mit jedem Song wuchs meine Begeisterung für diese wirklich tolle Scheibe und für die Band. Tja, jetzt gibt es wieder einen Stream von The National bei unseren holländischen Freunden, aber dieses mal handelt es sich um den Nachfolger "High Violet". Und was soll ich sagen? Die Platte ist ein würdiger Nachfolger und definitiv ein Kandidat für die Jahrescharts. Ich kann nur jedem empfehlen sich dieses Platte anzuhören, auch mehrfach. Sehr ausgeklügelte Songs, die einen mit ihrer düsteren Atmosphäre und der unvergleichlichen Stimme Berningers sofort in den Bann ziehen. Grandios.

Und damit die Augen auch noch etwas zu tun haben, gibt es seit gestern auch ein Video. Als erste Single wurde "Bloodbuzz Ohio" ausgewählt, welcher übrigens immer noch bei Stereogum kostenlos heruntergeladen werden kann.


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Get Well Soon, Wayne Jackson, Kashmir

Get Well SoonGet Well Soon - Vexations

Das zweite Album von Get Well Soon alias Konstantin Gropper hört auf den Namen Vexations (deutsch: Ärgernisse) und ist etwas geradliniger als sein vielschichtiger Vorgänger "Rest Now, Weary Head! You Will Get Well Soon". Allerdings bedurfte es mehrerer Durchläufe um diese Platte genießen zu können. Die ganze Schwermut, Melancholie und das gepaart mit sehr komplexen Songs will erst einmal verarbeitet werden. Ein paar Durchläufe später, wird einem dann aber bewusst, welch großartiges Stück Musik "Vexations" ist. Deswegen, meine Platte des Monats.


Wayne JacksonWayne Jackson - Undercover Psycho

Genauso wie Herr Gropper hat auch Wayne Jackson sein Zweitlingswerk namens Undercover Psycho veröffentlicht. Die erste Hälfte der Platte (Promo CD) gefällt mir wirklich gut, aber bei der Länge eines Longplayers nutzt sich das begrenzte Konzept relativ schnell ab. Es wirkt alles ein wenig monoton und wenig überraschend. Aber Songs, wie "Hallelujah", "I'm So Beautiful" oder "Here She Comes" zeigen die gute Songwriter Qualität eines Wayne Jackson, der durchaus ein Händchen für schöne Melodien besitzt.


KashmirKashmir - Trespassers

Das neue Album der Dänen heißt Trespassers und ist mittlerweile Studioalbum Nummer sechs. In meiner Plattensammlung befinden sich zwei davon und ich war durchaus skeptisch, ob das neue Werk meinem Favoriten "Zitilites" das Wasser reichen kann. Und ja, sie kann. Bereits der Opener "Mouthful Of Wasps" ist ein echter Kracher und ein fantastischer Einstieg in ein wirklich wunderschönes Album, das scheinbar mit jedem hören immer besser wird. Da das Album in physikalischer Form erst am 5.März erscheint wird es wohl zur Platte des Monats März gekürt. Verdient wäre es auf jeden Fall.