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Zitat des Tages

Im Grunde haben 40.000 türkische Fans gestern mit ihrem Verhalten, ihren Pfiffen, ihren Buh-Rufen, ihrem demonstrativen Nationalismus und ihrem fanatischen Hass auf alles Deutsche sowie ihrem noch größeren Hass auf den „Verräter“ Özil offen zur Schau gestellt, was sie von Integration halten: Rein gar nichts! Da hätten sie auch gleich rote „Sarrazin-hat-Recht“ T-Shirts tragen können, so offensichtlich und unmissverständlich war die Message, die sie uns überbrachten.
Quelle: PI News

Jan Ullrich und die Anderen

Kennt jemand die spanischen Radsport-Profis David Blanco, David Bernabeu, Santiago Perez, Constanino Zaballa und Angel Vicioso? Nicht? Okay, dann versuche ich mal nachzuhelfen: Alle 5 Sportler nahmen an der gestern beendeten Portugal-Rundfahrt 2010 teil und belegten die Plätze 1, 2, 13, 31 und 55. Auch nicht sehr hilfreich? Einverstanden. Man muß diese Rundfahrt nicht unbedingt kennen und die Fahrer auch nicht. Wahrscheinlich kennen sich die Herren untereinander auch nur bedingt persönlich. Aber… Die spanischen Helden der Landstraße haben einen gemeinsamen Bekannten (und jetzt wird es interessant): Eufemiano Fuentes. Fuentes? Ja, genau der! Alle 5 Profis standen auf der Doping-Liste, alle Namen wurden entschlüsselt und den Fahrern zugeordnet. Nun hat die „Operation Puerto“ im Jahre 2006 stattgefunden, da muß es nicht ungewöhnlich sein, daß diese Sportler vier Jahre später wieder Rennen fahren. Aber… Die spanischen Helden der Landstraße (klingt halt gut!) sind die ganzen letzten vier Jahre aktiv gewesen. Sie wurden nicht sanktioniert oder gesperrt, sondern haben z.B. wie David Blanco dreimal die Portugal-Rundfahrt gewonnen (u.a. auch im "Funtes-Jahr" 2006). Ein ganz besonderer Fall ist u.a. auch Santiago Perez. Während die spanischen Ermittler seinen Namen dekodierten (numero 6 oder Santi-P) war der Herr eigentlich gesperrt. Wegen Blutdopings aus dem Jahr 2004. Sie entdeckten von ihm Blutbeutel und Dopingpläne, was im normalen Fall gereicht hätte, aus diesem Profi einen Ex-Profi zu machen. Nicht so in Spanien. Santiago Perez fuhr die letzten 4 Jahre im Profiradsport als hätte es die „Operation Puerto“ nie gegeben.

Auf der Liste von Dr. Funtes sollen über 200 Sportler gestanden habe. Im Internet kann man eine Aufstellung von 69 Radsportlern recherchieren. Von diesen 69 Radprofis kamen, bei einem spanischen Arzt nicht ungewöhnlich, 42 aus Spanien. Ein iberischer Radfahrer, nämlich der zweitbekannteste unter ihnen, Alejandro Valverde, wurde von diesen 42 gesperrt. Allerdings erst 3,5 Jahre später, nachdem er mehrere Rundfahrten (u.a. die Vuelta 2009) gewann und auch nur, weil italienische Ermittler (rechtswidrig?) seine bei Fuentes gelagerten Blutbeutel „organisierten“ und mit Blut von ihm verglichen, was Valverde bei einer Doping-Kontrolle in Italien abgenommen wurde. Die spanischen Behörden, Verbände, Teamleitungen und die Anti-Doping-Agentur sahen keine Veranlassung bei einem der 42 Profis zu ermitteln!

Auf der Liste standen auch zwei deutsche Radsportler: Jörg Jaksche und Jan Ullrich. Wie es diesen beiden nach 2006 ergangen ist, ist hinlänglich bekannt. Der eine konnte als "Kronzeuge" seine Laufbahn beenden, der andere am Dauerpranger und im Visier des Anti-Doping-Experten Dr. Werner Franke ebenfalls. Bei aller Abscheu und allem Ärger über die Dopingsünder kommt bei einem Vergleich der Zustände in Spanien und Deutschland eine Frage auf: Ist das gerecht? Sollte es im Anti-Doping-Kampf nicht so etwas wie Waffengleichheit geben? Das ist auch der Punkt, wo einen die Wut über die Doping-Ermittler packen könnte. Sie brüsten sich mit dem 3x erlegten Ullrich, sehen allerdings keine Veranlassung im Falle der spanischen Verbände zu intervenieren. Das ist heuchlerisch und feige zugleich! Herrn Franke könnte man ernst nehmen und respektieren, wenn er das globale Thema Doping auch global angehen würde.

Ein anderer interessanter Aspekt in der gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen Jan Ullrich und Werner Franke ist der Anwalt des Anti-Doping-Experten: Michael Lehner. Dieser Herr ist nicht nur der Rechtsbeistand des Anti-Doping-Kämpfers Franke, nein, er ist/war (?) außerdem noch der Anwalt von Stefan Schumacher und Danilo Hondo. Beide vertrat er auch in Sachen Doping, da aber auf der anderen Seite des Schützengrabens. Stefan Schumacher hielt er immer wieder in seiner zweijährigen Sperre nach dem positiven CERA-Befund im Oktober 2008 an, die Befunde anzuzweifeln und Einspruch einzulegen, was dem Nürtinger sicherlich nicht nur eine Menge Geld gekostet hat. Wer so einen Anwalt hat, der braucht keinen Staatsanwalt. Das Gleiche gilt im übrigen auch bei den Anwälten von Jan Ullrich… Aber bei Herrn Lehner fragt man sich doch, ob dieser Herr als Vollstrecker des Anti-Doping-Kampfes nicht die Fehlbesetzung des Jahres ist?

Und die Moral von der Geschicht‘? Der deutsche Radsport kommt trotz Dopings bestimmt bald wieder auf die Beine. Wenn bei der Übertragung der Schwimm-EM Kristin Otto berichten durfte und natürlich keine positiven Schwimmer (vor allen Dingen keiner aus Spanien, auch nicht Rafael Munuz...) aufgedeckt wurden, dann sollte man beim Radsport nicht so kleinlich sein. Nicht wahr ard und zdf?

Tour de France 2009

Jetzt kommt nichts über Lance Armstrong oder Andreas Klöden. Sich darüber eine Meinung zu machen, überlasse ich jedem selbst. Obwohl dies in Deutschland durch die voreingenommene Berichterstattung nicht so einfach ist. (Dazu auch folgender Beitrag: Sprachlicher Stellungskrieg um Klöden.) Aber heute war es wieder einmal bezeichnend, wie lieblos unsere GEZ-Gebühren zum Fenster herausgeschmissen werden. Es lief das Mannschaftszeitfahren der Tour de France. Gut, jeder halbwegs Sport-Interessierte schaut sich so etwas bei Eurosport an. Ich denke aber nach dem Zieleinlauf des Teams Astana, vielleicht schalte ich doch mal zur ARD um, dort könnte ja die Gesamtwertung schon eher eingeblendet werden. Aber... Bei der ARD hat man da schon ausgeschalten. Oder eher umgeschalten. Auf "Brisant". Wozu sich auch den Zieleinlauf der Letzten (und Besten) anschauen. Die Tageswertung, geschweige denn die Gesamtwertung, interessiert ja eh nicht. Sendeauftrag? Informationsauftrag? Fehlanzeige! Warum dann diese halbherzige Berichterstattung? Um das Geld der Gebührenzahler auf den Kopf zu kloppen? Hauptsache, die öffentlich-rechtlichen berichten vom dopingfreien World Series Triathlon... Ach so, und dies allen Radsport-Ignoranten ins Stammbuch: Auch Eure Gebühren werden hier sinnlos verbraten!

Jetzt ist schon wieder was passiert...

...gestern im Stuttgarter Delphi-Kino. Dort war Josef Hader zu Gast, um seinen neuen Film "Der Knochenmann" zu präsentieren. Dem Frage-Antwort-Spiel im Vorfeld des Filmes konnte man entnehmen, daß das Team Haas/Murnberger/Hader nicht abgeneigt ist, noch einen Brenner-Film zu drehen. Evtl. wird wohl Das ewige Leben zur nächsten Wolf-Haas-Verfilmung herhalten dürfen. Dies ist aber noch Zukunftsmusik... Aktuell dafür im Kino: Der Knochenmann. Ein düsterer typischer Brenner-Film, bei dem der arme Privatdetektiv nicht nur sein Herz verliert, sondern auch auf seine Gliedmaßen acht geben muß... Sehr, sehr schräg und unbedingt zu empfehlen!!

Josef Hader vor dem Kino.

Gulf Cup 2009

Vor zwei Jahren fand in den Vereinigten Arabischen Emiraten der Gulf Cup 2007 statt. Nichts für Fußball-Ästheten, aber interessant wie leidenschaftlich dort zu Werke gegangen wurde. Hier noch einmal das Highlight von 2007: Das 1:0 der VAE gegen den Oman und damit das Siegtor im Finale des Gulf Cups.


Und hier die offizielle Seite des Turniers von 2009, welches gerade läuft. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben übrigens als Titelverteidiger ihr Auftaktspiel gegen den Jemen mit 3:1 gewonnen.

EM Wahnsinn #2


11, in Worten elf, Fähnchen sind an diesem Auto befestigt. Da soll nochmal jemand etwas über zu hohe Bezinpreise sagen!

Willkommen im Ypsilanti-Land!

Eigentlich sollte man sich als Nicht-Hesse doch über Frau Metzger ärgern. Sie hat doch der verrückten Möchtegern-Ministerpräsidentin Ypsilanti nicht nur die letzten Tage versaut, sondern auch den Hessen den Weg in eine schöne bessere Welt. Warum kann den in der Mehrheit linken Wähler nicht das Traumland Hessen alá 2008 (was irgendwie nach 1970er Jahre stinkt) erblühen? Als Außenstehender möchte man gern einmal die Einführung der Einheitsschule sehen, (wobei man sich dann fragt, ob Ypsilatis Nachwuchs dann auch von der Privatschule wechseln muß), die Abschaffung sämtlicher Kraftwerke, den Umbau Hessens zum Windpark, die Betreibung des Rhein-Main-Flughafens als Segelflugplatz und die Einführung des Mindestlohns und andere sozialer Wohltaten. Hessen, das Wohlfühlland!? Okay, im Ernst: Sollte man den Hessen nicht diese schöne Phantasiewelt an den Hals wünschen? Eigentlich schon, oder? Schließlich bekommt das Volk in einer Demokratie genau die Regierung, die sie verdient. (Ich habe aber nichts gegen Hessen...)

In welchem Film sich Andrea XYungelöst befindet, weiß ich nicht so recht. Ich weiß nur, bevor ich derart inkompetentes und abgedrehtes Personal wähle, wandere ich eher aus. Nach Aserbeidschan zum Beispiel. Vielleicht treffe ich dort mal Berti Vogts. ;-)

Von der Anstalt in den Landtag. Das geht nur bei der SPD...

Mexico

Wenn einer eine Reise tut… Auch wenn es eine Dienstreise ist, kann man was erzählen. Ich war also, vermutlich nicht zum letzten Mal, in Mexiko. Uzw. um genau zu sein in den zentralen Bundesstaaten Guanajuato und Queretaro. Dort boomt die Wirtschaft (nicht nur für mexikanische Verhältnisse), deswegen kommt man sich eigentlich gar nicht wie in Lateinamerika vor. Obwohl mir da ein wenig die Vergleichsmöglichkeiten fehlen… Der Flug dorthin ist etwas für Leute, denen Flüge über 8 Stunden Spaß machen. Meine Flugzeit lag bei 12 + 1 Stunde (die Zeiten zwischen, vor und nach den Flügen nicht mitgerechnet), knapp 12 Stunden Frankfurt - Mexico Ciy und 1 Stunde Mexico City – Leon/Guanajuato. Wenn man einmal da ist, darf man die Uhren 7 Stunden zurückstellen und geht somit ins Bett, während man in Deutschland sich aus selbigem erhebt. Das Wetter in den beiden zentralen Bundesstaaten, die ca. 1500 bis 2000 Meter über dem Meerespiegel liegen, ist es ganzjährlich frühlings- und sommerhaft. Die Temperaturen liegen im Winter tagsüber zwischen 20 und 25 Grad und im Sommer zwischen 25 und 30 Grad. Das klingt erträglich… Neben den vielen Stunden Arbeit blieb am Sonntag ein Ausflug nach San Miguel del Allende und am Dienstag Abend nach Guanajuato. Die Bilder kann man alle in der Galerie bewundern.

Mirko auf einer Hacienda. Früher mußte man sich auf dem Lande noch bewaffnen. Heute hängen die Gewehre und Pistolen nur noch an der Wand. Schade eigentlich... ;-)

Test

So, jetzt... Erst bekamen wir ein Forum, dann mußten wir jedes Wochenende Fußball tippen und jetzt auch noch Bloggen... Wer hat soviel Zeit? ;-) Na, mal sehen, was daraus wird...